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Glossar zum Thema Einlagen
Veröffentlicht am 13. Mai 2026

Glossar zum Thema Einlagen

Sie fragen sich, was eine Fixiereinlage, ein Gewebe oder eine Strickware ist? Benötigen Sie eine technische Definition? Durchsuchen Sie unser Einlagen-Glossar, indem Sie einen Begriff in die Suchleiste unten eingeben oder den gewünschten Buchstaben auswählen.

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B

Beschichtung
Eine Klebstoffsubstanz, die gleichmäßig in Form von Mikropunkten auf die textile Trägerphase der Einlage aufgebracht wird. Durch das Schmelzen sorgt sie für die dauerhafte Verbindung mit dem Oberstoff des Kleidungsstücks.
Bindung
Die Art und Weise der Verkreuzung von Kettfäden (vertikal) und Schussfäden (horizontal) auf einem Webstuhl. Diese technische Entscheidung verändert maßgeblich den „Griff“ (Haptik und Fall) eines Gewebes.
Blasenbildung
Optischer Verarbeitungsfehler bei Fixiereinlagen, der sich durch Blasen auf der Stoffoberfläche äußert. Er deutet auf eine unvollständige Haftung hin, verursacht durch eine zu niedrige Temperatur, unzureichenden Druck beim Fixieren oder ein unvollständiges Anschmelzen, das sich beim Waschen wieder löst.

D

Doppelpunkt
Premium-Beschichtungstechnologie (DSL-Maschine), die das Pastenpunkt- und Pulverpunktverfahren kombiniert. Dabei wird Harzpulver auf einen feuchten Pastenpunkt aufgebracht, um ein Relief zu erzeugen, was überlegene Haftung und exzellente Waschbeständigkeit bietet.
Durchlauf-Fixierpresse
Eine professionelle High-End-Fixiermaschine für industrielle Produktionsgeschwindigkeiten. Der Stoff und seine Einlage laufen automatisiert auf einem Transportband zwischen Zylindern hindurch, wodurch die perfekte Einhaltung der drei Schlüsselparameter (Zeit, Temperatur, Druck) verschleißfrei garantiert wird.

E

Einlage / Fixiereinlage
Eine funktionelle textile Schicht, die zwischen zwei Außenstoffen eines Kleidungsstücks platziert wird. Sie verleiht Festigkeit, Halt, Stabilität und Struktur, während sie gleichzeitig die Ästhetik und Haltbarkeit optimiert.
Orangenhaut-Effekt
Oberflächenfehler, der entsteht, wenn die Beschichtungs- oder Klebepunkte zu groß dimensioniert sind.

F

Fixierprozess
Der technische Vorgang, der die Einlage und das Textil mittels Klebepunkten unter Einwirkung von Hitze und Druck verbindet. Ein erfolgreicher Fixierprozess basiert auf 3 goldenen Regeln: korrekte Klebstofftemperatur, angemessene Aufheizzeit (oft 10 bis 15 Sekunden) und ausreichender Druck. Er gliedert sich in 4 Phasen: Vorfixieren, Heizen, Pressen und Abkühlen.
Flachbettpresse
Eine elektronisch gesteuerte Maschine, die ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für mittlere Produktionsmengen bietet. Sie erlaubt eine weitaus präzisere Abstimmung von Temperatur und Druck als ein Handbügeleisen. Der Einsatz dieser Presse wird für das Fixieren von Kleinteilen dringend empfohlen.

G

Gewebe
Eine traditionelle und robuste textile Struktur, die durch das rechtwinklige Verkreuzen von Kettfäden (vertikal) und Schussfäden (horizontal) entsteht. Gewebte Einlagen sind hochgradig stabil und unelastisch – perfekt für strukturierte Anzüge und Schneiderarbeiten.
GMP-Ausrüstung
Ein additives chemisches Verfahren (aufgetragen auf den Pastenpunkt oder Doppelpunkt), das eine physikalische Barriere an der Klebstoffbasis bildet. Dadurch wird ein Rückschlagen oder Durchschlagen (das unerwünschte Wandern des Klebers durch die Fasern des Oberstoffs) verhindert.
 
Griff
Ein textiler Fachbegriff für die Haptik, Geschmeidigkeit, Struktur und den finalen Fall eines Stoffes, nachdem er mit seiner Einlage fixiert wurde.

H

Handbügeleisen
Die einfachste und kostengünstigste Variante zum Aufbringen von Fixiereinlagen bei handwerklichen Arbeiten (wie z. B. Säumen zu Hause). Ihr entscheidender Nachteil liegt in der Schwierigkeit, Temperatur und Druck präzise und gleichmäßig zu kontrollieren.

K

Kettengewirke / Kettelware
Eine Art von Strickstruktur, bei der die Kette unter Spannung verarbeitet wird, um ihre übliche Schlingenoptik zu verbergen. Der Fokus liegt auf dem Schuss, dessen texturiertes Garn der Oberfläche Dichte und Volumen verleiht.
Leinwandbindung 1/1
Die klassischste und einfachste Bindungsart. Kett- und Schussfaden verlaufen abwechselnd umeinander (der Faden ist nur sichtbar, wenn er oben liegt).

M

Mesh-Zahl / Punktdichte
Die Dichte und Berechnung der Anzahl der Klebepunkte auf einer bestimmten Textilfläche (abhängig von der Gravurart: Computer oder geradlinig). Wichtige technische Regel: Je feiner der Oberstoff ist, desto höher muss die Mesh-Zahl sein (z. B. 30/40 Mesh für feine Schleierstoffe gegenüber 13/17 Mesh für Mäntel).
Moiré-Effekt
Inkompatibilität zwischen den Strukturen des Oberstoffs und der Einlage. Bei Unverträglichkeiten entsteht ein visuelles „Zebramuster“ (besonders sichtbar bei dünnen oder leichten Stoffen).

P

Pastenpunkt
Ein Beschichtungsverfahren (STL-Maschine), bei dem ein flüssiger oder pastöser Klebstoff auf den Trägerstoff aufgetragen wird, der anschließend in einem Ofen getrocknet und auskondensiert werden muss.
 
Polyamid
Ein vielseitiges Polymer für die Schmelzklebebeschichtung, das so formuliert ist, dass es sowohl herkömmlichen Haushaltswäschen mit Wasser als auch den chemischen Produkten einer chemischen Reinigung standhält.
 
Polyester
Ein Standard-Polymer für die Klebebeschichtung, das in erster Linie für eine gute Beständigkeit bei klassischen Wasserwäschen konzipiert ist.
 
Polyethylen
Ein hochbelastbares Beschichtungspolymer, das sich ideal für industrielle Heißwäschen sowie für schwere Nachbehandlungen (z. B. bei Denim-/Jeansbekleidung) eignet.
 
Polyurethan
Ein hochspezifisches Beschichtungspolymer, das speziell entwickelt wurde, um technische oder sogenannte „rutschige“ Stoffe, die ansonsten schwer zu fixieren sind, zuverlässig zu binden.
Pulverpunkt
Ein Beschichtungsverfahren, bei dem feste Klebstoffkörner auf den Trägerstoff aufgestreut und anschließend durch das Passieren beheizter Walzen mechanisch fixiert werden (Kalandrieren).

S

Satintop
Eine extrem dichte, hybride Strickstruktur. Sie kombiniert einen eingelegten Schuss und eine zusätzliche, nicht gestrickte Kette, wodurch ein sehr geschlossenes, blickdichtes und voluminöses Textil entsteht.
 
Schmelzpunkt / Klebelinie
Die exakte Temperatur, bei welcher der Schmelzkleber vom festen in den flüssigen Zustand übergeht. Dies bezieht sich auf die im Inneren des Klebstoffs gemessene Temperatur und nicht auf den am Fixiergerät angezeigten Wert.
Schrumpffalten / Fixierstreifen
Die Einlage folgt während des Fixierens nicht der Bewegung des Stoffes. Dieser Fehler tritt auf, wenn eine stabile Einlage auf einen instabilen Stoff aufgebracht wird, was zu welligen Streifen führt.
Striking-Through / Durchschlagen
Ein Mangel, der auftritt, wenn die Beschichtungs- oder Klebepunkte direkt in oder durch den Oberstoff dringen.
Strickware / Gewirke
Eine textile Struktur, die durch das Ineinandergreifen von Fäden in Form von Maschen entsteht. Dieses technische Verfahren verleiht ihr natürliche Elastizität und ein hervorragendes Formgedächtnis – ideal für fließende Silhouetten oder Damenbekleidung.

T

 
Textiler Träger / Trägerstoff
Das Grundmaterial der Einlage, welches in einer von drei Schlüsselstrukturen vorliegen kann (gewebt, gestrickt oder als Vliesstoff). Es bestimmt den finalen Fall und die Flexibilität des Kleidungsstücks.
Thermo-Fixiereinlage / Bügeleinlage
Ein Trägerstoff, der mit einer Klebeschicht versehen ist und sich unter Einwirkung von Hitze und Druck mit dem Oberstoff verbindet. Er strukturiert das Kleidungsstück ohne sichtbare Nähte.

U

 
Ungenügende Haftung / Rückschmelzfehler
Ein schwerwiegender technischer Fehler, der auftritt, wenn Hitze oder Druck nicht ausreichten, um den Klebstoff stabil zu verankern. Die Einlage löst sich schlussendlich ab oder schlägt Blasen unter dem Einfluss von Wasser oder Hitze bei späteren Waschvorgängen.

V

Vliesstoff
Eine textile Struktur, bestehend aus einer Faserschicht, die direkt durch thermische oder chemische Bindung zusammengefügt wird (ohne Fadenverkreuzung). Wirtschaftlich und effizient für die Massenproduktion; es besitzt keine Elastizität und dient primär zur Stabilisierung von Bauteilen.

W

Weft-Insertion / Schusseintrag
Eine spezielle Technologie, bei der ein Schussfaden in jede Maschenschleife des Gestricks eingebracht wird. Dies verleiht der Einlage Elastizität und eine kontrollierte Rücksprungkraft statt dauerhafter Verformung.
 

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